Donnerstag
Am Donnerstag konnten wir selbst entscheiden, wie wir unseren Tag verbringen wollten. Entweder konnten wir uns in kleinen Gruppen selbstständig auf den Weg durch London machen oder uns einer Gruppe mit den Lehrern anschließen. Für die zweite Möglichkeit hatten die Lehrer eine Stadtrallye vorbereitet, bei der wir verschiedene Aufgaben in ganz London lösen mussten. Am Ende gab es dafür sogar einen Preis zu gewinnen.
Wer lieber auf eigene Faust unterwegs war, konnte London ganz nach seinen eigenen Vorstellungen erkunden. So konnte man zum Beispiel den Big Ben, den Buckingham Palace oder die London Bridge besichtigen. Für uns gab es allerdings noch einen ganz besonderen Ort, den wir an diesem Tag unbedingt erreichen mussten: die Westminster Abbey. Dort sollten sich am Nachmittag alle wieder treffen, denn es stand noch ein gemeinsames Projekt auf dem Programm.
Vor der Westminster Abbey drehten wir nämlich unser Enthüllungsvideo für die Q2. Unser Abimotto lautet, Trommelwirbel: „Westminster Abi – Der Adel dankt ab!“ Dafür wurden verschiedene Szenen aufgenommen und natürlich musste die ein oder andere Szene auch mehrmals gedreht werden, bis alles passte. Am Ende war das Video aber im Kasten und wir konnten zum nächsten Programmpunkt weiterziehen.
Von der Westminster Abbey ging es anschließend zum Globe Theatre. Dort schauten wir uns eine moderne Aufführung von Shakespeares „Much Ado About Nothing“ an. Auch der Preis der Stadtrallye spielte dabei noch eine Rolle, denn die Gewinner konnten sich über Sitzplätze für die Vorstellung freuen. Das klingt zunächst vielleicht ziemlich normal, schließlich geht man bei einem Theaterstück davon aus, dass man irgendwo sitzen kann. Im Globe Theatre ist das aber etwas anders: Dort gibt es neben den Sitzplätzen auch traditionelle Stehplätze. Wer einen solchen Platz hatte, musste die komplette Aufführung über stehen und durfte sich auch nicht einfach hinsetzen. Das wurde während des Stücks ziemlich streng kontrolliert.
Trotzdem war die Aufführung ein echtes Highlight. Durch die moderne Inszenierung wirkte Shakespeares Stück nicht so alt, wie man vielleicht zuerst erwartet hätte. Die Schauspieler haben die Geschichte sehr lebendig und teilweise auch ziemlich lustig dargestellt, sodass es auch für diejenigen interessant blieb, die mit Shakespeare sonst nicht besonders viel anfangen können. Dazu kam natürlich die besondere Atmosphäre des Globe Theatre, wodurch der Besuch noch einmal etwas ganz anderes war als ein gewöhnlicher Theaterbesuch.

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Nach der Aufführung war dann leider schon der letzte Abend in London angebrochen. Wir liefen noch einmal gemeinsam durch London und genossen die Stadt ein letztes Mal, bevor wir uns auf den Weg zurück zum Hotel machten. Schließlich stiegen wir in den Bus und fuhren zurück. Damit ging unser letzter voller Tag in London zu Ende und gleichzeitig auch eine Studienfahrt, an die wir uns wahrscheinlich noch lange erinnern werden.
