Ja, dass es so etwas gibt, konnten am 24.4.26 die Schülerinnen und Schüler des Niederländischkurses der Q1 und die 9b mit Frau de Clerque und Herr Bungenstock in Aalten erleben.
In der Unterrichtsreihe zu deutsch-niederländischen Beziehungen und dem zweiten Weltkrieg hatten die Schüler schon viel über die Besatzungszeit in der Zeit des zweiten Weltkrieges in den Niederlanden besprochen. Zu erleben, wie sich das ein oder andere denn dann eigentlich abgespielt hat, ist dann nochmal etwas anderes.
Und das war in dem kleinen Aaltener Museum dann wirklich möglich. Das Haus, mitten im Aaltener Stadtzentrum gelegen, beherbergte zu Kriegszeiten die Ortskommandantur der SS, während oben auf dem Dachboden hinter einem Schrank mit verborgenem Zugang Juden oder junge Männer untergetaucht saßen, die sich dem deutschen Arbeitseinsatz entziehen wollten. Mit interessanten und teilweise persönlichen Geschichten gespickt konnten die Schüler in kleinen Gruppen das Leben der einzelnen Personen erforschen, die mit dem Haus einmal eine Verbindung hatten. Über den Keller, in dem die Nachbarschaft bei Luftalarm flüchten musste, oder die Küche, in der in Zeiten des Hungerwinters unterschiedlichste Personen durchgefüttert wurden, konnten kleine Anekdoten gelesen oder erzählt werden.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der kleinen Synagoge im Ort, zu der die deutschsprachige Historikerin auch sehr viele interessante und spannende Details präsentieren konnte.
Nach der obligatorischen Mittagspause mit „patat met mayo“ bildete den Abschluss ein kleiner Stadtspaziergang, auf dem die Schüler auf den Spuren eines jüdischen Kindes unterwegs waren, das durch den Mut einer Nonne dem Schicksal der meisten Juden entgehen konnte.
Auch wenn es eigentlich noch viel zu erkunden und erforschen gegeben hätte, ging es danach schon wieder mit dem Bus zurück nach Goch.
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Vielen Dank an den Förderverein, der die Fahrt mit einem Zuschuss für die Buskosten unterstützt hat!
