Am Samstag, 14. März 2026, trafen wir uns mit 15 Schülerinnen und Schülern aus der 10. Klasse, um einen LKW der Auslandshilfe zu beladen. Johnny Jugelt, ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der FEG Auslandshilfe, empfing uns dort mit unseren Lehrerinnen. Wir waren startbereit – trotz Regen – doch tatsächlich war der LKW nach ca. 45 Minuten Kartons und Tüten einladen voll!
Wie kam es überhaupt dazu?
Die Idee aktiv zu werden kam im evangelischen Religionskurs während des Themas „Migration & Kirchenasyl - Die Rolle von Kirche und Staat“ auf. Hier haben wir überlegt, wie wir selber mit einem Projekt helfen könnten. Schließlich gab es durch einen Kontakt bei der Auslandshilfe dann die Möglichkeit, Menschen in Not zu helfen. Die Ukraine leidet nun schon seit über vier Jahren unter dem Krieg.
Einzelne von uns waren echt mutig und fuhren auf dem Gabelstapler einmal bis ganz oben oder stiegen auch in den LKW, um dort zu sortieren. Am Ende durften auch nur noch spendenbefüllte Bananenkartons zu sehen sein, da diese am besten gestapelt werden können. Auch am Freitag war von der Auslandshilfe schon einmal gepackt worden, denn sonst hätten wir noch Stunden gepackt – so viel steht fest. Allerdings war der LKW auch zuvor schon in Hoerstgen ziemlich stark beladen worden. Glücklicherweise gab es dieses Mal nämlich viele Menschen, die bereit waren, etwas zu spenden. Auch wir hatten einige Dinge gesammelt – gut erhaltene Klamotten, Schuhe und Spielsachen, die nun zu einem Waisenhaus von U4C in Uhlia gebracht werden. Auch Pakete zum Leben, Küchenutensilien oder Kerzen und Werkzeuge wurden für notbedürftige Familien in der Ukraine gespendet.
Berichte über Flucht aus der Heimat
Eine weitere Rednerin war leider krank. Sie hätte uns eigentlich von ihrer Flucht aus dem Iran berichtet. Johnny erzählte uns allerdings ein bisschen von ihrer Geschichte und auch von seiner. Er berichtete, wie seine Hauptmotivation der Glaube sei und dass er schon in einigen Ländern war, um anderen Menschen zu helfen. Als ehemaliger Feuerwehrmann scheint ihm dies wohl im Blut zu liegen und man konnte seine Begeisterung für humanitäre Projekte und die Menschen dahinter ganz deutlich spüren. Schließlich erklärte uns Markus Bremers noch, wie eine Notapotheke in der Ukraine funktioniert und auch hier Menschen gewillt sind, ihr Leben für andere zu riskieren, indem sie zum Beispiel andere mit Medikamenten beliefern - teilweise bis zu einem einem Kilometer bis zur Front des Krieges. Das ist wirklich beachtlich und erschreckend zugleich.
Wir sind froh, dass wir an diesem Samstag in Uedem waren, etwas helfen konnten und wünschen uns, dass die Spenden gut in Uhlia und bei den ukrainischen Kindern und Familien ankommen. Auch wenn dies nur ein sehr kleiner Teil war, den wir beisteuern konnten, so möchten wir auch andere dazu ermuntern, durch kleine Taten anderen Menschen zu helfen. Wir verlieren dabei nichts (außer vielleicht 2 Stunden Bildschirmzeit), aber gewinnen sehr viel mehr.
