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Spannende Exkursion nach Münster

Am Mittwoch, den 17. Juni 2026, unternahmen die katholischen Religions- und die Philosophiekurse der Jahrgangsstufe 10 eine gemeinsame Exkursion nach Münster. Während die Religionskurse den St.-Paulus-Dom erkundeten, besuchten die Philosophiekurse das Stadtmuseum Münster.

Im Dom erhielten die Religionskurse spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur des bedeutenden Bauwerks. Die Domführer machten immer wieder auf Details aufmerksam, die Informationen über die verschiedenen Bauphasen des Doms vermitteln und Besucherinnen und Besuchern oft verborgen bleiben. Auf dem Rundgang besichtigten wir außerdem die Krypta mit den Bischofsgräbern, den Kreuzgang – der mit seiner besonderen Atmosphäre ein wenig an Hogwarts erinnert – sowie die Grabstätte des Kardinals von Galen. Mit dessen Wirken als Bischof von Münster während des Nationalsozialismus und seinen berühmten Predigten hatten wir uns bereits im Religionsunterricht beschäftigt.

Den Abschluss der Führung bildete um Punkt 12.00 Uhr das Glockenspiel der astronomischen Uhr. Diese hängt seit dem 16. Jahrhundert im Dom und zeigt neben der Uhrzeit unter anderem den Stand der Gestirne, die aktuelle Mondphase sowie die Position der Sonne im jeweiligen Tierkreiszeichen an.



Das Thema von Galen und der Nationalsozialismus stellte eine Verbindung zur Führung der Philosophiekurse im Stadtmuseum her. Diese stand unter dem Titel „Münster zwischen Nationalsozialismus, Zerstörung und Wiederaufbau“.

Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen der nationalsozialistischen Diktatur auf die Stadt zwischen 1933 und 1945. Thematisiert wurden die Unterdrückung und Verfolgung politischer Gegnerinnen und Gegner, die Entrechtung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung sowie anderer Minderheiten und die nahezu vollständige Zerstörung der Münsteraner Innenstadt im Zweiten Weltkrieg. Abschließend richtete sich der Blick auf den Wiederaufbau unter britischer Besatzung und den Neubeginn der Stadtgesellschaft.

Nach den beiden informativen Führungen blieb noch Zeit, die historische Altstadt, die Innenstadt und den Wochenmarkt in Kleingruppen auf eigene Faust zu erkunden.

Ein herzlicher Dank gilt unserem Förderverein, der die Exkursion mit einem großzügigen Fahrtkostenzuschuss unterstützt und diesen gelungenen Tag erst ermöglicht hat.